Der globale Wettbewerbsdruck auf produzierende Unternehmen nimmt kontinuierlich zu. Hohe Energiekosten, ein spürbarer Fachkräftemangel sowie kontinuierlich steigende operative Aufwände verlangen nach wirksamen Instrumenten zur Produktivitätssteigerung. In diesem anspruchsvollen Umfeld rücken praxistaugliche KI-Technologien für die Industrie immer stärker in den Mittelpunkt der Unternehmensstrategien. Vom 5. bis 8. April 2027 wird die HANNOVER MESSE zum zentralen Treffpunkt für Entscheider aus Maschinenbau, Elektroindustrie, Digitalwirtschaft und Energietechnik. Im Fokus steht die Frage, welche technologischen Innovationen in den Werks- und Produktionshallen sofortigen Mehrwert schaffen, Kosten senken und echte Wettbewerbsvorteile sichern.
Globale Tech-Konzerngrößen wie AWS, Microsoft, SAP, Schneider Electric und Siemens sowie etablierte Technologieanbieter wie Beckhoff, Festo, ifm, LAPP, Phoenix Contact, Rittal, Schaeffler und SEW-EURODRIVE präsentieren vor Ort ihre neuesten Entwicklungen. Ergänzt wird das Portfolio durch renommierte Forschungseinrichtungen wie die Fraunhofer-Gesellschaft und das KIT sowie eine Vielzahl innovativer Startups. „Der Wettbewerbsdruck auf die Industrie nimmt massiv zu. Unternehmen können es sich nicht leisten, bei technologischen Entwicklungen abzuwarten“, erklärt Dr. Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Messe AG. „Sie müssen jetzt in die Technologien investieren, die sofort Produktivität steigern, Kosten senken und neue Wettbewerbsvorteile schaffen. Die HANNOVER MESSE zeigt, welche Lösungen in den Fabriken wirklich funktionieren.“
KI-Technologien für die Industrie im Brownfield-Einsatz
Ein wesentliches Kernthema der Messe bildet der konkrete Einsatz intelligenter Systeme entlang der gesamten industriellen Wertschöpfungskette. Es geht längst nicht mehr um theoretische Zukunftsvisionen, sondern um spürbare Effekte in der Entwicklung, an Maschinen, in der Qualitätskontrolle, der Wartung, der Robotik und der Logistik. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der effizienten Einbindung in gewachsene Werke und bestehende Strukturen unter realen Brownfield-Bedingungen. Anwender und Anbieter erhalten die Möglichkeit, Lösungen direkt zu vergleichen und Anpassungsmöglichkeiten für die eigene Fertigung zu analysieren.
Neben rein digitalen Steuerungsansätzen spielt die dafür erforderliche Infrastruktur eine Schlüsselrolle. Leistungsfähige Rechenzentren bilden die essenzielle Grundlage für den rechenintensiven Betrieb moderner Softwarearchitekturen. Die Messe deckt diesen Bereich ganzheitlich ab – von den Hardwarekomponenten und der passenden Energieversorgung bis hin zu den gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Zudem erhält die Antriebs- und Fluidtechnik unter dem Dach von MOTION & DRIVES eine eigene Plattform. Unter dem Leitmotiv „The Power Behind Industrial AI“ zeigen Branchenführer wie Flender, Festo, Schaeffler Technologies oder SEW-EURODRIVE die physikalische Basis für automatisierte Bewegungsabläufe.
Technologietransfer und neue Schwerpunkte in Hannover
Ein weiterer zentraler Pfeiler der Veranstaltung ist der branchenübergreifende Technologietransfer. Bewährte Methoden aus der Automobilfertigung können wertvolle Impulse für den Maschinenbau liefern, während Entwicklungen aus der Elektronikbranche Ansätze für die Lebensmittel- oder Pharmaindustrie eröffnen. „Die entscheidende Innovation für mein Unternehmen muss nicht aus meiner eigenen Branche kommen“, unterstreicht Köckler. „Genau deshalb braucht Industrie einen Ort, an dem Branchen voneinander lernen. Diesen Blick über den eigenen Tellerrand gibt es in dieser Dimension nur in Hannover.“
Erweitert wird das Ausstellungsnetzwerk durch parallele Fachmessen und Sonderbereiche. Die neue Messe NexGeM (Next Generation Metalworking), veranstaltet in Kooperation mit dem Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW), verbindet Werkzeugmaschinenbau mit Moderner IT. Werkzeugmaschinen werden hierbei als primäre Datenlieferanten in der vernetzten Produktion verankert. Gleichzeitig beleuchtet der Bereich Industrial Energy zusammen mit der neuen Messe Europe Energy Week die gesamte Energieerzeugungs- und Verteilungskette bis hin zum hocheffizienten Einsatz im einzelnen Werk.
Auch der gesellschaftliche und politische Diskurs kommt auf dem Messegelände nicht zu kurz. Das Format CENTER STAGE geht nach dem erfolgreichen Auftakt 2026 in eine erweiterte Runde. Führende Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft behandeln Fragen zur Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts. Als Speaker zugesagt haben unter anderem Dr. Irene Bader, Vorständin bei DMG MORI, sowie die Transformationsforscherin Prof. Dr. Maja Göpel. Mit Spanien als offiziellem Partnerland setzt die Messe zudem ein klares Signal für europäische Kooperation und gemeinsame Stärke auf den weltweiten Märkten.
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