Als preisunelastisch wird ein Marktverhalten bezeichnet, bei dem Käufer ein Gut nahezu unabhängig von dessen aktuellem Preis in gleichbleibender oder sogar steigender Menge nachfragen. Normalerweise sinkt die Nachfrage nach einem Gut, sobald der Preis stark ansteigt. Reagieren Käufer jedoch kaum oder gar nicht auf Preissteigerungen, liegt eine preisunelastische Nachfrage vor. Bei den Goldkäufen der Zentralbanken zeigt sich genau dieses Phänomen: Da Notenbanken das Edelmetall nicht aus kurzfristigen Spekulationsgründen kaufen, sondern zur strategischen Absicherung ihrer staatlichen Souveränität, setzen sie ihre Käufe auch bei historischen Höchstständen unvermindert fort.