Monetarisieren beschreibt im volkswirtschaftlichen Kontext die Finanzierung von Staatsschulden durch die Notenbank mithilfe frisch geschaffenen Geldes. Findet ein hochverschuldeter Staat am freien Kapitalmarkt nicht mehr genügend private oder ausländische Käufer für seine Staatsanleihen, springt häufig die eigene Zentralbank ein, erzeugt neues Zentralbankgeld und kauft damit die Schuldtitel der Regierung auf. Da hierbei die Geldmenge künstlich ausgeweitet wird, ohne dass dem ein reales Wirtschaftswachstum gegenübersteht, führt das Monetarisieren von Staatsschulden (Schuldenmonetarisierung) regelmäßig zu Inflation und einem schleichenden Kaufkraftverlust für Sparer.