Als Grundlast (Baseload) bezeichnet man in der Energiewirtschaft diejenige elektrische Mindestleistung, die in einem Stromnetz an 24 Stunden pro Tag und 365 Tagen im Jahr ununterbrochen abgerufen wird und daher jederzeit verlässlich bereitstehen muss. Zu den typischen Grundlast-Verbrauchern zählen neben der chemischen Industrie, Krankenhäusern und Schienennetzen vor allem moderne Cloud- und KI-Rechenzentren, deren Server niemals abgeschaltet werden dürfen. Um diese konstante Nachfrage wetterunabhängig zu sichern, sind entweder grundlastfähige Kraftwerke (wie Geothermie-, Wasserkraft-, Biomasse-, Gas- oder Kernkraftwerke) oder ein Verbund aus erneuerbaren Energien mit leistungsstarken Großspeichern erforderlich.