Zum Ausklang der Handelswoche richtet sich der Blick der internationalen Kapitalmärkte auf frische Teuerungsdaten aus Fernost sowie wegweisende Signale zum europäischen Konsumklima. Zudem positionieren sich die Marktteilnehmer im Vorfeld der anstehenden Notenbanktreffen des Spätsommers, während die Berichtssaison der Unternehmen in ihre finale Phase übergeht.
Verbraucherpreise und Notenbanksignale in Asien
In Asien eröffnete Japan den Handelstag mit der Veröffentlichung der landesweiten Verbraucherpreise für den Monat Juli. Die Kernrate der Inflation gilt als maßgeblicher Richtwert für die Bank of Japan, um über das Tempo weiterer Zinserhöhungen im laufenden Kalenderjahr zu entscheiden. Aus Südkorea und Neuseeland folgten zudem Berichte zu den Erzeugerpreisen für das abgelaufene Quartal, welche den anhaltenden Kostendruck in der asiatisch-pazifischen Lieferkette verdeutlichen.
Europäischer Einzelhandel und Verbrauchervertrauen
Auf den europäischen Märkten liefert Großbritannien am Morgen die zentralen Konjunkturdaten mit den Einzelhandelsumsätzen für Juli. Die Kennzahlen geben direkten Einblick in die Ausgabebereitschaft der britischen Verbraucher im Umfeld hoher Zinsen. Für den Euroraum veröffentlicht die Europäische Kommission am Nachmittag die vorläufige Schnellschätzung des Verbrauchervertrauens für den Monat August. Ergänzt wird die europäische Datenlage durch nationale Statistiken zur Industrieproduktion in mehreren Mitgliedsstaaten sowie Veröffentlichungen zur Entwicklung der Geldmenge und der privaten Kreditvergabe.
Konjunkturimpulse und Positionierungen in den USA
An den US-Märkten verläuft der volkswirtschaftliche Kalender zum Wochenabschluss ruhiger, wodurch sich Anleger vor allem auf zukunftsgerichtete Kommentare von Notenbankvertretern konzentrieren. Neben dem wöchentlichen Baker-Hughes-Bericht zur Anzahl der aktiven Öl- und Gas-Bohrlöcher steht die Vorbereitung auf die anstehenden globalen Zentralbankforen im Mittelpunkt. Anleger werten zudem die nachlaufenden Effekte der gestrigen Arbeitsmarktzahlen und regionalen Fed-Indizes aus, um die Wahrscheinlichkeiten für geldpolitische Lockerungen im September neu zu kalibrieren.
Letzte Quartalsbilanzen der Berichtssaison
- Europa: Spezialisierte Industrie- und Immobilienwerte wie Swiss Prime Site und skandinavische Schifffahrtsgesellschaften legen ihre Halbjahresberichte vor.
- USA & Übersee: Kleinere Technologie- und Konsumgüterunternehmen sowie Rohstoffkonzerne, darunter Nachzügler aus dem Rohstoffsektor und Nischen-Tech-Anbieter, schließen mit ihren Zahlenwerken die aktuelle Berichtsrunde ab.
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